Das Verfassen von effektiven Testfällen ist keine Hexerei und wird mit ein wenig Übung schnell zur Routine. Dabei ist das Design der Testfälle ebenso wichtig wie das Design der Anwendung selbst. Denn sie werden später zum entscheidenden Schlüssel, um die zugesicherte Funktionalität oder den fehlerfreien Betrieb einer Anwendung systematisch überprüfen zu können.

Ein Plan steckt den Rahmen ab

Bevor konkrete Testfälle erstellt werden, legt man in einem Testplan das Test-Objekt fest und definiert die Ziele der Prüfung. Da die späteren Testfälle auch für Dritte ohne Softwarekenntnisse nachvollziehbar sein sollen, gehört eine ausführliche Einführung in die Anwendung und ihre Bedienung in den Beschreibungsteil jedes Testplans.


(Bild I: Anlegen eines Plans)

Grundlagen für Testfälle

Jeder Testfall sollte einfach und verständlich geschrieben sein. Kurze und präzise Sätze sind hier das Erfolgsrezept. Lange Erklärungen oder unklare Formulierungen werden oft durch einen Abbruch seitens des Testers quittiert und liefern somit kein Ergebnis. Schreiben Sie nicht als Insider für andere Experten, sondern versetzen Sie sich in die Lage eines Außenstehenden ohne Vorwissen über die Anwendung.

Die Vorbedingungen des Tests dürfen natürlich nicht in dem Testplan fehlen. Nur wenn diese erfüllt sind, kann der Test überhaupt durchgeführt werden.

Für den eigentlichen Testgegenstand empfehlen wir gern einen kommentierten Screenshot der Software mit einer detaillierten Anleitung für das richtige Vorgehen des Testers. Das erwartete Testergebnis mit der entsprechenden Reaktion der Anwendung wird separat beschrieben. Die Entscheidung, ob das Testkriterium erfüllt wurde, muss dem Tester leicht fallen und eindeutig sein.

Standardisierte Antworten sind hier:

Erfolgreich
Fehler
Unklar oder
keine Testdaten

(Bild II: Auswahl für Ergebnis eines Testfalls)

Zu jedem Testfall gehören außerdem die Zugangsdaten für die Tester und eine Vorlage in Papierform oder als Datei.

Aus unserer Erfahrung raten wir immer wieder, nicht zu viele Testfälle unter einem Plan zusammenzufassen, sondern lieber mit mehreren Plänen zu arbeiten. 10 bis 15 Fälle pro Plan sind dabei ein guter Richtwert, damit der Plan und seine Testfälle ihre Effektivität behalten. Auch für die längere Nutzung bietet das Vorteile. Denn bei jeder Weiterentwicklung einer Anwendung sollten auch Testpläne und -fälle angepasst werden, damit sie weiterhin aussagekräftige Ergebnisse liefern können.

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